Katholischer Deutscher Frauenbund
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KDFB München und Freising » Projekte » Tag der Diakonin » Tag der Diakonin 2011

Frauen bringen Farbe in die Kirche

Auch 2011 initiierten wieder Frauenbundfrauen an vier Orten Gottesdienste zum Tag der Diakonin.

Bezirk Prien: Positive Unterstützung

Pfarrer Hans Krämmer gestaltete am Tag nach dem Namenstag der Hl. Katharina von Siena eine sehr würdige Eucharistiefeier, deren Ausrichtung sich auf die Dienste und das Diakonat der Frau in der Kirche bezog. Diözesanvorsitzende Margot Heindl begrüßte die GottesdienstbesucherInnen und sprach über die Vorstellungen der Frauen zum Diakonat. Mitgestaltet wurde der Gottesdienst von der Priener Zweigvereinsvorsitzenden Edda Eder, ihrer Stellvertreterin Brigitte Strohmayer und der Bezirksleiterin Christine Penners.

Pfarrer Krämmer erläuterte in seiner Predigt verschiedene Stellen aus der Heiligen Schrift, die sich mit der Stellung der Frauen befassen. Erfreulich war die von ihm angeregte kleine Diskussion zum Gottesdienstthema. Als erstes meldeten sich männliche Gottesdienstbesucher, die sich für die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche aussprachen. (pen)

Zweigverein St. Benno, München: Blau für diakonische Arbeit

In der Pfarrei St. Benno stand die Wort-Gottes-Feier am 30. April unter dem Thema „Frauen bringen Farbe in die Kirche“. Die liturgischen Farben weiß, grün, rot und violett betrachteten wir aus der Frauenperspektive und ergänzten sie durch die Farbe blau. Sichtbar werden die liturgischen Farben im Kirchenjahr an den Stolen, die die Priester und Diakone tragen und an den Paramenten, die unsere Kirche schmücken.

Frauen dürfen keine Stolen beim Dienst in der Kirche tragen. Sie dürfen keine Sakramente spenden, ihnen sind die Weiheämter in der Kirche verwehrt. Und doch sind es gerade Frauen, die in der Sorge für und um Menschen diakonische Aufgaben übernehmen. So sind zum Beispiel 76 Prozent der Belegschaft in Krankenhäusern Frauen, 88 Prozent in der Altenhilfe und 96 Prozent in Kinderkrippen.

Was wäre die Kirche ohne Frauen? Frauen füllen nicht nur die Kirchenbänke, sie geben auch den Glauben an die Kinder weiter. Sie tun das ehrenamtlich neben dem Beruf und der Familiearbeit.
In ihrer Predigt zum Thema „Frauen bringen Farbe in die Kirche“ stellte Gemeindereferentin Rosi Bär Maria von Magdala in den Mittelpunkt. Die frohe Botschaft wird am Ostermorgen unübersehbar, und Maria von Magdala wird erste Botin des Auferstandenen. Das ist ein klarer Auftrag auch an uns: Wir können Christus in tätiger Nächstenliebe begegnen, Zeugnis geben und eine klare Position beziehen. Und wir dürfen auf die Bereitschaft zur Veränderung hoffen: dass unsere Kirche eine bunte Kirche wird und Männer und Frauen gleichberechtigt miteinander wirken lässt. Wann werden dies endlich auch die Kirchenmänner erkennen? (hör)

Zweigverein Schwabhausen: Diakoninnen heute

Nach dem feierlichen Gottesdienst am 29. April fanden sich 24 Frauen im Pfarrheim ein, um gespannt den Vortrag von Barbara Gradl, weltliche Schwester Namens Priska, und der KDFB-Frau Dagmar Petermann zu verfolgen. Beide sind Frauen der Kirche im Dienst in der Welt und gehören dem Säkularinstitut Ancillae Sanctae Ecclesiae (Dienerinnen der heiligen Kirche, ASE) an.

Sie berichteten von den Gelübden, die sie nach sieben Jahren ablegen, und ihre Gemeinschaft mit Christus. Die Gemeinschaft der Diakoninnen wurde urspünglich von der Frauenbund-Gründerin Ellen Ammann mit kirchlicher Unterstützung in München ins Leben gerufen. Verstreut in Deutschland wirken die "Diakoninnen des Alltags" bis heute. Sie stellen sich in den Dienst an den Menschen; sei es im Beruf, in ihren Familien und in sonstigen Lebensbereichen.
Diakoninnen sind offen für das, was die Menschen bewegt. Sie teilen mit ihnen Freude und Hoffnung, Trauer und Angst, wie es die Konzilskonstitution „Kirche in der Welt von heute“ darlegt. Die Frauen - verheiratet oder unverheiratet - organisieren ihre Lebensumstände eigenständig. Je nach Talent und Möglichkeiten engagieren sie sich in Kirche und Gesellschaft. (moos)

Bezirk Kraiburg, Zweigverein Mühldorf: Anstoß und Gebet

Zum Tag der Diakonin trafen sich Mitglieder des Frauenbundes im Bezirk Kraiburg zum Gottesdienst in der Kirche Maria Himmelfahrt in Mößling. Die Feier wurde vom Zweigverein Mühldorf vorbereitet und stand unter dem Motto „Frauen bringen Farbe in die Kirche“.

Sr. Ulrike Schnürer, Gemeindereferentin der Stadtkirche Mühldorf, stellte in ihrer Predigt Maria von Magdala in den Mittelpunkt. Die Begegnung Marias mit dem Auferstandenen am Ostermorgen führte dazu, dass sie die Osterbotschaft verkündigte und Apostelin wird. Sie sei uns Ermutigung, die Forderung nach dem Diakonat der Frau wach zu halten und dafür zu beten.
Mit grünen Zweigen, verschiedenfarbigen Blumen, Tüchern und Stolen, die am Altar niedergelegt wurden sowie mit Meditation, Gesang und Gebeten wurden Motto und Evangelium vertieft und Anstöße für die Erneuerung der Kirche gegeben. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Teilnehmenden zum Gedankenaustausch und geselligen Beisammensein. (schm)

Letzte Änderung: 11.05.2011