Politischer Vormittag: Frauen der Stunde Null – wie wir wurden, was wir sind
- Datum
- Mi 20. Mai 2026, 10.00-12.00 Uhr
- Ort
- Diözesanbüro, Dachauer Str. 5, IV. Stock, 80335 München
- Referent*in
Adelheid Schmidt-Thomé, Historikerin und Autorin
Brigitte Burckhardt, Fachgebiet Politik und Gesellschaft
- Kosten
- 8 Euro / 13 Euro Nichtmitglieder
Lässt sich das Kriegsende 1945 wirklich als „Stunde Null“ und damit als gesellschaftlicher Neubeginn betrachten? Die amerikanische Besatzungsmacht verfolgte mit ihrer „Re-Education“-Politik das Ziel, demokratische Strukturen zu fördern und die Gesellschaft neu auszurichten. Besonders setzte sie dabei auf die Beteiligung von Frauen – doch wie sah dieser Neubeginn tatsächlich aus? Welche Spielräume eröffneten sich, und welche Grenzen blieben bestehen?
Adelheid Schmidt-Thomé stellt engagierte Frauen dieser Zeit vor. Ihre Lebenswege zeigen, wie vielgestaltig weibliches Engagement in dieser Übergangszeit war – zwischen Hoffnung, Pragmatismus und dem Wunsch nach Veränderung. Der Vortrag beleuchtet nicht nur einzelne Biografien, sondern ordnet sie auch in den größeren historisch-gesellschaftlichen Kontext ein, denn die „Stunde Null“ war für viele Frauen kein radikaler Neuanfang, sondern ein mühsamer, oft widersprüchlicher Weg in eine neue Zeit.
