KDFB

Solidarität mit Frauen und Mädchen in Slowenien

„Kommt, alles ist bereit!“ – Unter diesem Motto steht der Weltgebetstag 2019, der am 1. März rund um den Globus gefeiert wird. Viele Zweigvereine des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) sind in die aktive, ökumenisch getragene Vorbereitung eingebunden. „Jede Gottesdienstbesucherin weiß, dass die gleiche Liturgie gleichzeitig von vielen hunderttausend Menschen rund um den Globus gefeiert wird. Was für ein faszinierendes Erlebnis,“ stellt Sabine Slawik, Vizepräsidentin des KDFB, fest.

Frauen können beim Weltgebetstag eine ihnen gemäße, ganzheitliche Spiritualität leben, betont Emilia Müller, Vorsitzende des KDFB-Landesverbandes Bayern. Dieser bietet seit 1988 ökumenische Vorbereitungswochenenden für den Weltgebetstag (WGT) an. „Die Grundideen des Weltgebetstags sind informiertes Beten, also Gottesdienst feiern mit dem Wissen um die Lebenssituation im Weltgebetstagsland. Zum anderen betendes Handeln, denn durch die Kollekte tragen wir mit dazu bei, dass Frauen und Mädchen weltweit gefördert werden und bessere Zukunftsperspektiven erhalten,“ so Müller.

Der Gottesdienst für den Weltgebetstag wird in jedem Jahr am ersten Freitag im März gefeiert. 2019 haben Frauen aus Slowenien die Liturgie gestaltet. Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union.

Das diesjährige Titelbild stammt von der slowenischen Künstlerin Rezka Arnuš. Es stellt sowohl die Bibelstelle mit dem Gleichnis vom Festmahl (Lk 14,15-24) als auch die Lebenssituation von Frauen ihres Heimatlandes dar. Frauen aus dem Land zwischen Alpen und Adria kämpfen gegen häusliche Gewalt, gegen Frauenhandel und gegen Armut.

Sabine Slawik unterstreicht, dass der KDFB Teil der großen ökumenischen Bewegung Weltgebetstag ist: „Seit über 100 Jahren macht sich der WGT weltweit für die Rechte und Interessen von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft stark. Dieser Einsatz hat keine Grenzen.“ Die Kollekte des Weltgebetstages unterstützt deshalb Frauenprojekte auf der ganzen Welt. Für Emilia Müller gehören spirituelle Verbundenheit, Engagement für soziale Gerechtigkeit und weltweite Frauensolidarität beim Weltgebetstag zusammen. „Das zeigt sich in der Unterstützung vielfältiger Frauen- und Mädchenprojekte. Das Empowerment, die Selbstermächtigung von Frauen, steht deutlich im Mittelpunkt“, so die Landesvorsitzende.

Seit seiner Gründung 1911 setzt sich der KDFB Landesverband Bayern e.V. für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Politik, Kirche und Gesellschaft ein. Mit 165.000 Mitgliedern ist der Frauenbund der größte Frauenverband in Bayern.

Redaktion: Ulrike Müller-Münch / Regina Ries-Preiß

Weitere Informationen zum Weltgebetstag