KDFB

100 Jahre Frauenwahlrecht: KDFB zieht den Hut vor politisch engagierten Frauen

Der KDFB-Bundesvorstand mit Hut (S. Slawik, M. Bäumler, Dr. M. Flachsbarth, D. Sandherr-Klemp, C. Boehl, R. Schmidt, B. Mock; auf dem Foto fehlt: E. Müller).

Köln, 15.01.2019 – Mit der Aktion „Wir ziehen den Hut!“ erinnert der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) an das erstmalige Frauenwahlrecht und den Einzug der Frauen in die Nationalversammlung am 19. Januar 1919. Zugleich appelliert er an Frauen in Deutschland, ihr hart erkämpftes Wahlrecht auszuüben und in ihrem Drängen auf Gleichberechtigung nicht nachzulassen.

 

„Wir zollen jenen Frauen unseren Respekt, die in einer Zeit gesellschaftlicher Umbrüche beharrlich und gegen viele Widerstände für die Rechte von Frauen gekämpft haben. Vor ihnen und vor den Frauen, die bis heute auf allen Ebenen unseres Landes politisch denken und handeln, ziehen wir sprichwörtlich den Hut“, erklärt KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth. Sie waren und sind Wegbereiterinnen für die Gleichstellung von Frauen und Männern und für gelebte Demokratie, die für den KDFB mehr ist als ein Lippenbekenntnis.

Der Einzug der Frauen in die Nationalversammlung ist laut KDFB ein Meilenstein auf dem Weg der Gleichberechtigung und zur parlamentarischen Demokratie in Deutschland. „Wir sind stolz, dass dank der intensiven Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit, die auch im KDFB stattfand, sehr viele Frauen zur Wahl gingen und von den 37 gewählten Frauen 6 aus dem KDFB kamen. Unter ihnen die damalige Präsidentin Hedwig Dransfeld und das Vorstandsmitglied Helene Weber“, stellt Flachsbarth fest. Um ein Zeichen für Demokratie und Frauenrechte zu setzen, lädt der KDFB Frauen ein, am 19. Januar mit Hut auf die Straße zu gehen. Mehr unter www.wir-ziehen-den-hut.de.

Das Fazit der KDFB-Präsidentin lautet: „In den letzten 100 Jahren wurde viel erreicht, es gibt aber auch immer noch viel zu tun. Die Stärkung der Frauenrechte und das Bekenntnis zur Demokratie sind Aufgabe und Anspruch für eine engagierte Mitgestaltung und positive Veränderung des gesellschaftlichen Lebens. Wer sich wie die Frauen vor 100 Jahren weiterhin dafür einsetzt, trägt zu mehr Gerechtigkeit bei.“

Ute Hücker

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) ist ein unabhängiger Frauenverband mit bundesweit 180.000 Mitgliedern. Seit der Gründung 1903 setzt er sich für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in Politik, Gesellschaft und Kirche ein.

 

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