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März 2019

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Foto: www.pixabay.de

In einer deutschen Wochenzeitung gibt es auf der letzten Seite eine Spalte: „Was mein Leben reicher macht“. Diese Spalte hebe ich mir bei meiner Lektüre immer für den Schluss auf – als Highlight sozusagen.

Menschen aus ganz Deutschland schreiben einen Satz, eine kleine Anekdote über eine Begegnung, ein Naturerlebnis, eine Geste, die plötzlich den Tag hell werden lässt. Viele solcher kleinen, nicht-materiellen Reichtümer existieren in jedem Leben. Sie bescheren einen Augenblick des Glücklichseins und des Eins-Seins mit sich selber. Es liegt an unserer Aufmerksamkeit und Empfänglichkeit, sie wahrzunehmen.

Wir haben die österliche Bußzeit, die Fastenzeit, begonnen. Klassisch schauen wir da auf ein „weniger“: ein „weniger an Fleisch- und Alkoholkonsum, ein „weniger“ an Autofahren oder Plastikverbrauch. Manchmal wird der Blick auch auf ein „mehr“ gelenkt: ein „mehr“ an Wertschätzung meiner Mitmenschen, ein „mehr“ an nachhaltigem Lebensstil.

Beide Blickrichtungen sind sinnvoll. Der Verzicht auf manche eingeschlichene Gewohnheit und die qualitative Bereicherung des eigenen Lebens wie das der anderen – im Sinne der erwähnten Spalte der Wochenzeitung.

Es geht um eine innere Priorisierung: was hindert mich an einem „Leben in Fülle“ (Joh 10, 10), bzw. was verhilft mir zu diesem? Und das biblische „Leben in Fülle“ umschließt alle Dimensionen meines Seins, die Verbindung zu Gott, zu meiner Mit- und Umwelt und zu mir selbst.

Dr. Andrea M. Friedrich

Dr. Andrea M. Friedrich
Geistliche Beirätin, Diözesanverband Bamberg